Sommer, Sonne, Sicherheit – warum ich Mallorca liebe …

Pünktlich zum Start in den Sommer bewegt sich an den Stränden endlich etwas in die richtige Richtung. Nicht nur die blauen Flaggen wurden für die Strände in Santa Ponsa, Paguera, Palmanova und Portals Nous vergeben, was für die hervorragende Wasserqualität spricht, sondern auch an den Sandstränden gibt es bald eine Neuheit, die sich sehen lassen kann.
Für alle, die in Strandnähe wohnen, und sich für ein paar Stunden erholen wollen, war es bisher ein Problem, das alleine zu tun. Selbst zu zweit war es ratsam, dass einer bei den Liegestühlen blieb. Geld, Handy, Sonnenbrille und E-Reader sind beliebte und auch wertvolle Gegenstände, die man nicht gerne unbeaufsichtigt lassen wollte, wenn man im erfrischenden Meer nach Abkühlung suchte.
Zumindest ging es mir so. Immer schielte ich zu meinem Platz, ob auch niemand mein Handtuch verrutscht hat, unter dem ich meine Wertsachen mehr halbherzig als wirklich gut versteckt hatte. Die laue Brise verfluchte ich, sobald sie das mühevoll ausgebreitete Strandtuch verwehte und die darunter verborgenen Schätze freilegte. In der Strandtasche sucht schließlich jeder Dieb zuerst. Das weiß doch jeder. Also wohin damit? Viel mehr als alles unter dem Strandtuch zu bunkern blieb da nicht. 
Näherte sich ein Unbekannter der Liege, verrenkte ich mir den Hals, um zu sehen, ob der Fremde nicht doch Böses im Schilde führte. Und für Brillenträger, die ihre Brille nicht mit ins Wasser nehmen wollten, war die Situation noch schlimmer zu überblicken. Wenn der Nebenmann im Meer hektische Blicke an den Strand wirft und schon fast hysterisch fragt, ob sich jemand an den Sachen bei dem Liegestuhl mit dem dunkelblauen Handtuch zu schaffen macht, kann man sich auch nicht einfach zur Seite drehen und weiter aufs Meer hinausschwimmen.
Selbst von geklauten Hörgeräten habe ich schon gehört. Okay, ich müsste auch nicht jedes Telefonat von meinem Nachbar mithören, wenn ich in der Sonne döse, wobei auch das manchmal recht amüsant sein kann. Aber so gar nichts hören? Nicht die Wellen, die leise an den Strand rollen, oder die Musik aus den angrenzenden Lokalen?
Wo bleibt die gewünschte Entspannung, wenn man ständig fürchten muss, die wichtigsten Strandbegleiter neben der Sonnencreme würden auf Nimmerwiedersehen verschwinden? Eben, sie wird nicht einsetzen. Dann muss einer bei den Liegen bleiben, um auf das ganze Zeug aufzupassen oder man riskiert eben, anschließend nichts mehr vorzufinden. Und die Sachen zu Hause zu lassen, kommt irgendwie ja auch nicht infrage.
Wo kommen wir denn hin, wenn ich mein Handy nicht mehr dort mit hinnehmen kann, wo ich mich befinde? Da könnte ich ja gleich nur noch den Festnetzanschluss besitzen. Social Media und die Fotos, die man auf Facebook stellt oder twittert gehören doch längst zum guten Ton. So ein bisschen neidisch machen muss man die Lieben in Deutschland ja schließlich auch. Das versteht sich doch von selbst.
Damit ist jetzt endlich Schluss! Ob allein am Strand oder zu zweit. Niemand muss mehr den Hüter der heiligen Schätze spielen. Denn die Gemeinde Calvia hat grünes Licht für die Strandsafes an den Playas gegeben. Doch damit nicht genug. Gegen einen Aufpreis gibt es sogar ein schnelleres WLAN, sollte einem der Lesestoff ausgehen oder für den unglücklichen Fall, dass man trotz des Strandtages einige Kleinigkeiten an Arbeit erledigen muss. Das lahme Netz hat schon manchen Strandtag unentspannt und gestresst enden lassen, wenn man das tolle Foto nicht sofort ins Netz hat laden können.
Hoffentlich sind die Safes bald installiert, damit man sich unbeschwert in die Fluten werfen oder einen Spaziergang am Strand machen kann. Doch auch wenn die Safes installiert sind, sollte man darauf achten, bei Strandspaziergängen etwas Geld einzustecken. Denn irgendwie wäre es schon peinlich, wenn man gemütlich in der Strandbar sitzt, etwas Kühles trinkt, vielleicht auch etwas isst, und erst beim Zahlen bemerkt, dass das Geld noch im Safe liegt. Das könnte mir dann schon mal passieren.
Hoffentlich sind für die Safes auch kluge Schließsysteme vorgesehen, ein verlorener Schlüssel würde nämlich ebenso wenig Spaß machen, wie eine vergessene Kombination. Und ich will mich ja entspannen, also kann ich nicht an alles denken. Aber vielleicht gehe bis dahin doch einfach einmal ohne Handy und all den Schnickschnack an den Strand, und halte es wie die Damen aus der VISA-Werbung. Kreditkarte ins Oberteil oder ins Bikinihöschen stecken und schon ist man auf der sicheren Seite. Auf das Gesicht des Eisverkäufers freue ich mich jetzt schon!

Ich wünsche euch einen unbeschwerten Sommer!

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