Streitigkeiten um Urheberschaft mit Martina Gercke

Gleich zu Beginn ein kleiner Rat an Martina Gercke: Du kannst es dir sparen, diesen Beitrag deinem Anwalt zu geben und ihn darum zu bitten, mich mit einer Unterlassungsklage zu beglücken. Der Beitrag wurde bereits von meinem Medienanwalt geprüft, ist stichfest und beinhaltet nur belegbare Tatsachen bzw. zulässige Meinungsäußerungen meinerseits.
Aus diesem Grund wirkt der Beitrag vermutlich auch ein wenig emotionslos. Wer mich kennt, weiß genau, in einigen Punkten hätte ich sicherlich andere Worte gewählt.

Von den Selfpublishing-Anfängen bei KDP

Als KDP die Pforten in Deutschland öffnete, war Selfpublishing plötzlich in aller Munde. Jeder konnte jetzt Autor werden und seine Schriften zum Kauf anbieten. Die ersten Erfolge kamen und leider auch Uploads der ersten, wenig professionell erstellten Werke. Ab diesem Zeitpunkt wurden die digitalen Bücher der Independent-Autoren mit Argwohn betrachtet und deren Urheber belächelt.

Doch der Weg war bereitet. Die ersten TOP-1 Titel in der Bestsellerliste stammten von Selfpublishern, die Leser waren begeistert und es gab einen regelrechten Schub. Ich selbst hatte einen Nummer-1-Hit. Und ich freute mich sehr für SP-Kollegen, die ebenfalls die vorderen Plätze im Amazonranking mit ihren Büchern erreichten und die Leser begeisterten.

Und dann kam „Holunderküsschen“

Ende 2011 publizierte die Selfpublisherin Martina Gercke ihren Roman „Holunderküsschen“. Innerhalb kurzer Zeit stürmte das E-Book die Charts und wurde zum Halbjahresbestseller 2012. Schließlich erwarb ein Verlag die Printrechte.

Auch wenn in einigen Rezensionen Ähnlichkeiten zu anderen Romanen angemerkt wurden, schien das keinen Argwohn zu wecken. Keiner der Rezensenten nannte Details und so wurde es eben als Kritik angesehen. Denn insbesondere in der Frauenliteratur kann es schon mal ähnliche Punkte geben.

Martina Gercke – Vorzeige-Selfpublisherin 2012  – legt nach

Die Presse und andere Medien feierten sie im Jahr 2012 als Bestseller-Autorin. Es hatte fast etwas von der Story „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Fasziniert von den Möglichkeiten, die dieser Markt bot, verfolgte ich diesen steilen Aufstieg und freute mich. Es motivierte und es machte Mut.

Aber würde Martina Gercke mit ihrem zweiten Roman an den Erfolg von Holunderküsschen anknüpfen können? Und wie! Der Nachfolger „Champagnerküsschen“ schoss direkt in die Charts. Man las Ende 2012 auf Gerckes Timeline vom Verkauf der Filmrechte zu ihrem ersten Roman. Was für ein Aufstieg! Was für Möglichkeiten taten sich für die SP-Szene auf!  Es war unglaublich. Plötzlich waren Selfpublisher nicht mehr alle nur erfolglose, bei Verlagen abgeblitzte Möchtegernautoren, nein, es gab Perlen zu entdecken! Verlage sahen plötzlich genauer auf diesen wachsenden Markt.

Von „Fehlern“, Platzhaltern und Shitstorms

Im Internet tauchten zeitgleich Anschuldigungen auf, dass zwischen „Holunderküsschen“ und einem bereits früher erschienenen Roman einer anderen Autorin konkrete Übereinstimmungen bestanden.

Martina Gercke selbst meldete sich auch in der Diskussion zu Wort: Sie entschuldigte sich für die gefundenen „Fehler“. Gleichzeitig versprach sie die betreffenden Textstellen abzuändern und eine entsprechend geänderte Version des E-Books hochzuladen.

Was bedeutet das: Fehler? Ein sehr vager Begriff, wenn doch Sätze mit nur kleinen Änderungen oder Ergänzungen aus anderen Romanen übernommen werden. Fehler sind für mich ein Tippfehler oder ein Logikfehler, z.B. wenn eine Frau erst in einer Szene eine Hose trägt, sich aber wenig später den Rock glattstreicht.

Martina Gercke erbat sich in der Diskussion Fairness. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Diskussion, die auf der Internetplattform Amazon geführt wurde, aus meiner Sicht überwiegend sachlich und fair. Im Gegensatz zu dem, was damals bereits auf Facebook los war. Für manche FB-User war die Verurteilung bereits aufgrund einiger Verdachtsmomente längst erfolgt. Ein Punkt, den ich zu diesem Zeitpunkt sehr schade fand.

Mit Entsetzen betrachtete ich damals das Geschehen und hoffte immer noch auf ein Missverständnis. Leider summierten sich immer mehr Indizien, die darauf hindeuteten, dass Martina Gercke offenbar in ihrem Roman Teile anderer Romane verwendete und diese lediglich etwas umgeschrieben hatte.

Das Bild der Vorzeigeautorin der Selfpublisher hatte erhebliche Risse bekommen, sodass Martina Gercke nunmehr in den Augen vieler Beobachter des Falls als Plagiatorin dastand, die offenbar für ein Werk gefeiert wurde, das unter Verwendung des geistigen Eigentums anderer Autoren entstanden war. Das war für jemanden wie mich, der seine Romane ebenfalls weitgehend im Selfpublishing veröffentlichte, ein Schlag ins Gesicht. Enttäuscht verfolgte ich das weitere Geschehen.

Schließlich wurden die E-Books „Holunderküsschen“ und „Champagnerküsschen“ bei Amazon aus dem Verkauf genommen. Der Vertrieb der Printausgabe wurde gestoppt.

Auf der Internetplattform Buchmarkt.de tauchte im Dezember 2012 ein 11-seitiges PDF-Dokument mit den Ähnlichkeiten der Romane auf. (Aufrufbar unter Plagiatsvorwurf gegen Martina Gercke – Gegenüberstellung der Texte)

Beim Lesen dieser Gegenüberstellung fällt es schwer, von kleinen »Fehlern« zu sprechen. Dann kam Martina Gercke mit einem Erklärungs-Video. Es war kurz vor Weihnachten. Zeit der Versöhnung, der inneren Einkehr, der Vergebung. Das Video wurde kurz darauf gelöscht. Details für die Gründe finden sich hier: Information zum Video von Martina Gercke

tte Martina Gercke offen zu den Plagiatsvorwürfen gestanden, sie hätte bei vielen an Respekt und Glaubwürdigkeit gewonnen. Doch wer das erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht.

Die Platzhalter-Erklärung – oder doch Textstellen aus anderen Romanen?

Martina Gercke entschuldigte sich und führte an, sie habe einen Fehler gemacht und vergessen die »Platzhalter« in den Romanen zu entfernen. Jeder Autor fragt sich: Platzhalter? Was soll das sein?

Mir ist kein Autor bekannt, der Szenen, Dialoge oder auch nur Sätze aus anderen Romanen abschreibt und diese „Platzhalter“ nennt. Vielmehr ist es eher so üblich: Der Autor mag/kann eine Szene gerade nicht schreiben. Also notiert er sich möglicherweise den Handlungsfaden in knappen Sätzen: »Hier kommt eine Liebesszene« – »Hier kommt der bitterböse Streit, der zum Bruch führt.« – »Hier muss ich noch mal wegen der Örtlichkeiten nach xyz fahren, um die Landschaft passender zu beschreiben.«

Das sind Platzhalter. Nicht jedoch Sätze aus 9 Romanen, wie es bei dem Buch „Holunderküsschen“ der Fall war.

Dieser Mangel an Reue war für mich als Autorin und als Mensch ein erneuter Schlag ins Gesicht. Warum sagte sie nicht einfach: »Ich habe mir nichts dabei gedacht und das war dumm, sehr dumm sogar. Aber ich verehre die besagten Autorinnen einfach sehr und ich habe einfach nicht nachgedacht. Es tut mir leid.«?

DAS wäre ein Eingeständnis gewesen. Aber Platzhalter?!

Vom Täter zum Opfer

Hinzu kommt, dass Martina Gercke in ihrem Video den Shitstorm im Internet kritisierte.

Im Grunde hat sie Recht. Ein Shitstorm ist immer unschön. Sich aber deshalb in die Opferrolle zu begeben, ist meiner Meinung nach ganz niedriges Niveau. Wer Fehler macht, sollte zu ihnen stehen. Ist der Satz »Ich habe Mist gebaut« so schwer?

Offensichtlich ja. Persönlich sehe ich auch eine gewisse Dreistigkeit darin, bis zum bitteren Ende zu leugnen, sich über die Entrüstung der Menschen zu echauffieren und sich nach einem Erklärungsversuch in die Opferrolle zu bringen. Ganz schlechter Stil.

Das war der Zeitpunkt, an dem die „Autorendarstellerin“, wie Herr Dresen (Justiziar des Goldmann Verlags) Martina Gercke nannte,  für mich »gestorben« war. Sie war mir einfach gleichgültig geworden. Ein leichter Groll blieb, denn sie hatte das Nest aller Selfpublisher beschmutzt.

Platzhalter – Runde 2

Leise Wut kam bei mir auf, als am 24.01.2013 bekannt wurde, dass neue, bislang nicht bekannte »Platzhalter« in den angeblich bereinigten Romanen auftauchten.

Spätestens nach dem Bekanntwerden der ersten kritischen Stellen hätte ich von Martina Gercke erwartet, dass sie ihr Werk einer gründlichen Prüfung unterzieht.

Wie der damalige Justitiar der betroffenen Verlagsgruppe Random House hierüber denkt, lässt sich hier nachlesen: Kommentar Justiziar von Goldmann – Nachschlag bei den Platzhaltern

Wer weitere Details zu dem Fall nachlesen möchte, kann das hier tun: Komplette Übersicht zur Plagiatsdiskussion Martina Gercke

Den weiteren Weg von Martina Gercke als Autorin habe ich nicht weiter verfolgt, wenn mich auch befremdet hat, wie schnell ihre Leser ihr offenbar verziehen haben. Trotz mangelnder Entschuldigung war der Tenor zahlreicher Fans, sie habe eine 2. Chance verdient. War es genau betrachtet zu diesem Zeitpunkt nicht bereits die dritte Chance?

Beeindruckend, mit welcher Selbstverständlichkeit sich Martina Gercke in eine Opferrolle begab, die von vielen akzeptiert wurde. Tenor: »Jeder macht mal Fehler« oder »Jeder hat eine 2. Chance verdient.«

Nach Jahren erinnerten sich viele Leser offensichtlich kaum noch an den Vorfall. Die Autorenkollegen werden es eher nicht vergessen, schon gar nicht die Selfpublisher, die ihren Ruf gefährdet sahen.

Dabei möchte ich grundsätzlich klarstellen, dass an einer »Inspiration« von außen für ein Buch nichts Verwerfliches ist, solange man dabei nicht die Grenze zu einer Urheberrechtsverletzung überschreitet. Wir alle lassen uns inspirieren. Sei es durch einen Zeitungsartikel, ein Gespräch, einen Satz. In welchem Umfang man sich so inspirieren lässt, ist dem persönlichen Leitbild und auch dem eigenen Ideenreichtum geschuldet. Und wenn man die bekannten Masterplots hernimmt, wird auch kaum mehr jemand das Rad neu erfinden. Ähnlichkeiten werden immer wieder auftauchen.

2017 – Ähnlichkeiten zwischen „Meeresblau & Mandelblüte“  und „Ein Hotel zum Verlieben“ – Alles nur Zufall?

Wann ist ähnlich zu ähnlich? Diese Frage kam für mich erst auf, als mich Martina Gercke am 26.07.17 von sich aus anschrieb, um mich darüber zu informieren, eine Bloggerin – die zuvor meinen Roman „Meeresblau &Mandelblüte“ gelesen hatte – hätte sie darüber informiert, dass ihr Testlesemanuskript des Romans „Ein Hotel zum Verlieben“ meinem bereits erschienenen Roman „Meeresblau & Mandelblüte“ sehr ähnlich sei.

Martina Gercke wolle mich darüber informieren, sie würde meinen Roman nicht kennen und die Übereinstimmungen seien zufällig.

Natürlich schluckt man da erst mal, doch dann denkt man: Okay, wollen wir mal sehen, was denn wirklich ähnlich ist. Also gingen wir in einen Austausch. Im Anschluss daran  dachte ich an eine vage Übereinstimmung: Grundplot – eine erfolgreiche Geschäftsfrau erbt ein Hotel. So weit, so gut. Und schon in unzähligen Varianten auf dem Lesermarkt. Ich sprach Martina Gercke auf einige Eckpunkte zu meiner Geschichte an. Martina Gercke spielte die relevanten Gemeinsamkeiten jedoch herunter.

Somit war das Thema für mich zunächst erledigt. Warum auch nicht? Gibt man eine Grundidee ohne weitere Information an zehn Autoren, werden zehn unterschiedliche Geschichten herauskommen. Also nichts Außergewöhnliches.

Dachte ich zumindest. Bis mich eine andere Bloggerin anschrieb, die wir ebenfalls beide kennen. Diese fragte, ob ich wüsste, dass der Roman von Martina Gercke sehr klare Parallelen zu meinem Roman aufweise, teilweise so dicht, dass es sich aus ihrer Sicht kaum noch um einen Zufall handeln könne.

Ich konnte und wollte es nicht glauben, hatten Martina Gercke und ich doch nach meinem Verständnis alles besprochen. Konnte es sein, dass Martina Gercke während unseres Chats bei den Übereinstimmungen zwischen unseren Büchern nicht mit offenen Karten gespielt hat?

Davon wollte ich mich nun selbst überzeugen. Also kaufte ich ihren Roman »Ein Hotel zum Verlieben«.

Weiß ein Autor, wie er auf seine Romanidee kam und kennt er die Motivation seiner Protagonisten?

Je mehr ich las, desto wütender wurde ich. Denn Martina Gercke hat während unseres Chats wichtige Plotpunkte ihrer Geschichte unter den Tisch fallen lassen, die sich eben auch in meinem Buch „Meeresblau & Mandelblüte“ wiederfinden. Um mich davon zu überzeugen, nicht aus der Emotion heraus überzureagieren, bat ich eine weitere Bloggerin, beide Texte zu vergleichen und zu beurteilen. Nicht mehr und nicht weniger.

Das Ergebnis war für mich niederschmetternd. So waren deutlich mehr Teile meiner Geschichte auch in dem Roman von Martina Gercke enthalten, als dies bei unserem ersten diesbezüglichen Kontakt schien. Das sahen auch die beiden Bloggerinnen so, die mich kontaktiert hatten.

Meine Kontaktaufnahme zu Martina Gercke erfolgte postwendend. Das wollte ich geklärt wissen. Sie sollte mir erläutern, wie sie in ihrer Geschichte auf einzelne Plotpunkte gekommen war, denn jeder Autor weiß das. Zudem wollte ich herausfinden, warum sie mir beim ersten Chat wichtige Punkte nicht mitgeteilt hatte. Mein Argwohn war geweckt.

Alles, was ich von Martina Gercke als Antwort erhielt, waren Ausflüchte, vage Aussagen zur Ideenentwicklung, zum Romanfortschritt, zur Übersendung ins Lektorat etc., in denen sie sich teilweise sogar widersprach.

Als ich sie mit ihren Widersprüchen konfrontierte, übernahm ihr Mann die Angelegenheit. Martina Gercke würde der Vorwurf aufgrund ihrer Vorgeschichte doch zu sehr aufwühlen und er müsse sich einmischen.

Für mich hatte dies den Anschein, dass sich Martina Gercke direkt wieder in die Opferrolle begab und ich als die Böse angesehen wurde, die ihr haltlos etwas unterstellen würde.

Ich wollte jedoch nur Antworten auf meine Fragen. Aus diesem Grunde suchte ich den direkten Austausch mit Martina Gercke, bekam jedoch keine für mich nachvollziehbare Aussage, wie sie ihre Geschichte entwickelt hat bzw. warum ihre Protagonistin handelt wie sie handelt. Dinge, die jeder Autor klar darlegen können sollte.

Da ich von Martina Gercke keine für mich befriedigenden Antworten auf meine Fragen bekam, kündigte ich am 08.08.17 an, den Vorgang an meinen Verlag weiterzugeben und tat dies dann auch am darauffolgenden Tag.

Kurz darauf erhielt ich ein Schreiben von Martina Gerckes Anwalt. Das war am 11.08.17. Im Prinzip enthielt dieses Schreiben eine Auflistung, wie Martina Gercke den Sachverhalt sieht zzgl. einer Feststellung ihres Anwalts mit folgendem Wortlaut: „Soweit Sie Ähnlichkeiten zwischen den beiden Romanen festgestellt haben, sind diese daher dem Umstand geschuldet, dass hier zwei Autorinnen offenkundig ähnliche Ideen zur Handlung hatten. Das kommt vor. Die Ausführung ist jedoch ganz unterschiedlich.“

Ganz offensichtlich hat der Anwalt die beiden Bücher in der knappen Zeit nicht vollständig gelesen, sondern die Information von Martina Gercke übernommen. Außerdem kündigte der Anwalt an, er würde mir darüber hinaus eine eidesstattliche Versicherung von Martina Gercke zukommen lassen.

Darum hatte ich nicht gebeten. Ich wollte lediglich eine für mich nachvollziehbare Erklärung, wie Martina Gercke diese Idee entwickelt hat. Diese habe ich aus meiner Sicht bislang aber nicht erhalten.

Interessant fand ich auch, dass eine Bloggerin, die sich – allerdings ohne Romantitel und den Namen von Martina Gehrke zu nennen – in einem Blog zu dem Sachverhalt geäußert hat, Post vom selben Anwalt erhielt. Auch ihr wurde diese eidesstattliche Versicherung unverlangt zugesandt. Mit Übersendung dieser eidesstattlichen Versicherung wurde die Bloggerin, unter Androhung rechtlicher Konsequenzen, dazu aufgefordert, den Blogartikel sowie ihre Rezension zu Martina Gerckes Roman umgehend zu löschen.

Die Bloggerin änderte wenige Worte in Blogbeitrag und Rezension, um rechtlich keine Angriffsfläche zu bieten. Mehr geschah glücklicherweise nicht.

Allein die Art, wie hier mit Bloggern umgegangen wird, ist aus meiner Sicht unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit bedenklich.

Zeitgleich wurden andere Blogger – vermutlich durch die Rezension – darauf aufmerksam und ich bekam diesbezügliche Nachrichten. Natürlich war ich dankbar für die Unterstützung und auch dafür, dass mir diese Blogger ihre Einschätzung und Gegenüberstellung schriftlich zukommen ließen, um sie an meinen Verlag zu schicken.

Vergleicht man mein Buch „Meeresblau & Mandelblüte“ mit dem Roman „Ein Hotel zum Verlieben“ von Martina Gercke, so ist Martina Gerckes Aussage, sie hätte die Idee zeitgleich und unabhängig entwickelt, angesichts der zahlreichen Ideendopplungen für mich nicht nachvollziehbar. Denn als Doppelschöpfung sieht man die selbstständige, unbeeinflusste und erneute Schaffung eines identischen oder im Schutzumfang des ursprünglichen Werks liegenden ähnlichen Werks. UND: Die Doppelschöpfung ist im selben Bekanntenkreis (vernetzte Autoren, gleiche Blogger, gleiche Test- und/oder Vorableser, befreundete Leser) umso unwahrscheinlicher, je umfangreicher die Übereinstimmungen zwischen den beiden Texten sind.

Und die Übereinstimmungen gehen in diesem Fall deutlich über eine nach bloßem Zufall anmutende Ideengleichheit hinaus.

 

Die Rechtsabteilung des Luebbe-Verlags wurde im zivilrechtlichen Bereich bereits tätig.

Aufgrund der zahlreichen Übereinstimmungen mit meinem Buch habe ich die Sache am 25.09.2017 auch an die zuständige Staatsanwaltschaft übergeben, damit dort geprüft werden kann, ob Martina Gercke hier möglicherweise sogar eine strafbare Urheberrechtsverletzung begangen hat.

Respekt vor Lesern, Kollegen und Verlagen

Ich habe lange überlegt, ob ich das alles öffentlich machen soll. Und mich dann entschieden, es zu tun, weil ich das Bedürfnis habe, meine Sicht der Dinge darzustellen.

Aber warum öffentlich? Weil Martina Gercke nicht müde wird, öffentlich zu sagen, wie sehr sie doch unter den falschen Vorwürfen zu leiden hat, die man ihr immer wieder unter die Nase reibt. Sie beklagt sich ständig, dass sie bei den Verlagen »verbrannt« sei und wie sehr sie auf die Unterstützung ihrer Fans angewiesen sei, da sie ja mit keinem Verlag zusammenarbeitet.

Diese Art, sich als Opfer darzustellen, finde ich respektlos. Es mangelt an Respekt vor Autoren, Verlagen und Lesern! Und das ist ein Punkt, der mir so bitter aufstößt, dass ich nicht still sein kann und es auch nicht sein will.

An dieser Stelle bedanke ich mich für die unbeschreiblich tolle Unterstützung meiner aufmerksamen Leser und Blogger, die mir mit ihrem Zuspruch Kraft geschenkt und sich nicht gescheut haben, mit großer Mühe die Parallelen der beiden Romane aufzulisten. Ebenfalls danke ich meinem Verlag für die rechtliche Unterstützung in dieser Angelegenheit.

 

 

 

Share Button

41 Comments

  1. Ich sage seit Jahren, dass das nicht zu vergessen ist, habe es vor einigen Monaten erst wieder auf FB thematisiert, nur um im Blog der Frau T. beschimpft und von Frau G. geblockt zu werden. Aber es glaubt ja keiner, weil die Frau doch so superlieb ist und so schön lächeln kann. Man kämpft da gegen Windmühlen. Aber es ist gut, dass du kämpfst!

  2. Ein wirklich guter, sachlicher Artikel, dem tatsächlich die Emotionen fehlen. Hochachtung davor, denn ich kann mir vorstellen, wie es in einem brodelt, wenn so etwas geschieht.
    Ich betrachte das Verhalten von Frau Gercke auch schon länger, bzw. verfolge es die ganze Zeit. Sie stellt leider keinen Einzelfall dar in ihrem Verhalten. Ich persönlich habe mich immer geweigert, eins der Werke zu lesen, gerade aus dem hier geschilderten Verhalten, dem so jede Reue fehlt, oder sogar jede Einsicht. Um so erstaunlicher fand ich es, wie nicht nur Blogger trotzdem immer weitere Unterstützung gaben, sondern auch Autorenkollegen. Sicherlich, jeder muss selbst wissen, was er tut … befremdlich finde ich es trotzdem.

    Ich wünsche Dir, dass es hier zu einer klaren Entscheidung zu Deinen Gunsten kommen wird und dass die Menschen endlich aufwachen und klar sehen, die die Opferrolle auch noch so unterstützen.

  3. Dieser Artikel ist wirklich klar und sachlich geschrieben. Hut ab davor. Ich hätte das sicher nicht so emotionsfrei gekonnt.
    Es ist einfach immer wieder schade, dass es überhaupt erst soweit kommen muss. Ich wünsche dir Gerechtigkeit!

  4. Ich wünsche der Elke Becker viel Erfolg beim Rechtsstreit, kann ihren Unmut verstehen. Finde es nicht nur dreist von M.G. sondern kriminell, dann noch in Opferrolle zu gehen? Erscheint auf FB aber sehr taff und selbstbewusst.

  5. Huhu Elke,

    ach Gott, immer wenn man denkt, jetzt müsse sie doch aus ihren Fehlern gelernt haben… 🙁

    Das tut mir sehr leid für dich, du kannst den Stress sicher auch nicht gebrauchen. Ich hoffe, dass es wenigstens schnell geklärt wird und du eine angemessene Kompensation bekommst.

    LG,
    Mikka

  6. Hallo Elke,
    Bis ich eben auf deine wie auch angekündigt sachlichen Beitrag gestoßen , wusste ich nichts davon. Allerdings ist dies bestimmt auch deshalb so, weil ich von Martina kein Buch kenne, von dir jedoch 1. Aber es ist mal wieder schade so einen Fall zu lesen und mich stimmt es traurig. Als Bloggerin bekommt man immer wieder solche Vorwürfe mit oder andere Streitigkeiten zwischen Autoren und immer wieder frage ich mich „Warum?“
    Auch muss ich eingestehen, dass es fragwürdig ist, als Autorin dann den Spieß umzudrehen und die Opferrolle anzunehmen.
    Kämpfe für dein Recht und ich kann verstehen das du gerne Antworten hättest. Lg Desiree

  7. Ich habe die Plagiatssache nicht vergessen und seit dem Frau Gercke auf meiner Blacklist. War aber erstaunt, dass sie dieses Jahr doch einige große Werbeflächen bekommen hat… (Messe, Romance Woche) und bin schockiert, dass sie diese Dreistigkeit erneut besitzt.
    Ich hoffe die Wahrheit kommt ans Licht und diesmal bekommt Frau Gercke keine Chance mehr.
    Wer seine Leser so verarscht auf deutsch gesagt, sollte keine Unterstützung mehr kriegen.
    Die Veröffentlichung von Plagiaten ist für mich kein „kleiner Fehler“ sondern eine Straftat und Diebstahl geistigen Eigentums!

    • Peinlich ist vielmehr, dass Sie nicht richtig gelesen haben. Denn mein Roman „Meeresblau & Mandelblüte“ kam bei Luebbe auf den Markt und Luebbe hat auch den zivilrechtlichen Weg eingeschlagen, um dagegen vorzugehen.
      Ist Luebbe für Sie kein seriöser Verlag?

    • Sie, Herr Graf, geben sich hier gerade der Lächerlichkeit Preis. Hätten Sie den Artikel aufmerksam gelesen, wäre Ihnen nicht entgangen das es 1. Sehr wohl einen Verlag gibt und 2. Frau Beckers Buch bereits auf dem Markt war. (Wie auch sonst hätte die Gercke abschreiben können.) Hochmut kommt vor dem Fall.
      P.S. Wer (richtig) lesen kann ist klar im Vorteil Herr Graf!!!

    • Kleiner Tipp an das Doktorchen: Einfach mal mit der Materie befassen, bevor man unqualifizierte Bemerkungen vom Stapel lässt.
      Dann klappt’s auch mit dem Rumtrollen. 😉

  8. So etwas ist in der Tat mega ärgerlich. Hut ab, vor deinem Artikel. Ich weiß nicht, ob ich das so sachlich hätte schreiben können. Ich hoffe, dass diese Sache schnell geklärt wird und wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

  9. Huhu Elke,

    Oh mann ich weiß echt nicht was ich dazu sagen soll, eigentlich müsste man ja aus seinen Fehlern lernen. Es tut mir wirklich leid für dich und hoffe sehr das es sich schnell klären lässt.
    Lg Sunniy

  10. Liebe Elke, ich kenne weder Romane von dir noch von Frau Gercke. Trotzdem finde ich deinen Artikel sehr aufschlussreich. Es ist bedauerlich, dass du dich mit Plagiatsproblemen rumschlagen musst, und hoffe, dass die Gerechtigkeit siegt.
    Wie du schreibst … sich inspirieren zu lassen, ist eine Sache. Das macht jeder Autor, der Bücher anderer Autoren liest. So habe ich neulich bei „Pagnol“ ein Wort gefunden, das ich verwenden werde: treuherzig.
    Aber sich inspirieren zu lassen, ist eine Sache. „Platzhalter“ zu verwenden, ist eine andere. Abgesehen davon, ist diese Ausrede derart an den Haaren herbeigezogen, dass ich mich wundere, dass ein inteligenter Mensch sie überhaupt gebraucht.
    Du hast völlig recht: Ein „sorry, tut mir leid, ich hab Scheiße gebaut“, wäre in der Tat besser und vor allem glaubwürdig.
    Toit, toi, toi!
    Liebe Grüße vom Ammersee – Renate
    P. S.: Trotz allem ist diese Plagiatsangelegenheit ein Kompliment an dich! Wenn auch unbeabsichtigt …

    • Ich teile Renates Beitrag inhaltlich voll und ganz, kann aber emotional nicht so distanziert bleiben. Ich halte Plagiate grundsätzlich für erbärmlich und betrügerisch. Und die mehrfache Wiederholung eines solchen Verhaltens sollte ernsthaft bestraft werden. Wenn es Frau Gercke an eigenen Ideen mangelt, sie jedoch angenehm formulieren kann, soll sie sich eine Kooperationspartnerin suchen, die Ideen hat, aber nicht schreiben kann.Dann kann sie die Ghostwriterin machen.

  11. Kann man den tatsächlich einzelne „Ideen“ eines Romans schützen? Klar, wenn die Geschichte quasi kopiert wird, ist es nicht mehr zu akzeptieren …
    Ist es inhaltlich wirklich soviel? Aus den beiden Kurztexten konnte ich das nicht herauslesen und die Romane inhaltlich zu vergleichen ist natürlich aufwendig.

    • Es kommt immer darauf an, wie viele Parallelen es gibt. Und nein, eine reine Idee ist nicht zu schützen. Ein fertiger Roman ist aber keine Idee mehr. Er ist ein eigenständiges Werk, das Schutz genießt. Egal, ob 1:1 Worte/Sätze/Abschnitte übernommen werden, oder ob der Handlungsanstoß/Handlungsablauf gleich ist. Das stellt eine vermeintliche Urheberrechtsverletzung dar und ob das in diesem Fall greift, werden die Gerichte zu entscheiden haben.
      Und ja, es ist aufwenig, die Vergleiche zu erstellen. Sehr sogar. Glücklicherweise haben sich Blogger, Verlagslektoren und auch die Anwälte die Mühe gemacht.

  12. Durch den Autor Andre Wegmann bin ich auf diesen Artikel aufmerksam geworden. Heftige Sache. So etwas ist vermutlich nicht so leicht zu kontrollieren, bzw. aufzudecken.
    Einer derartigen Plagiatorin sollte man die Plattform entziehen.

  13. So, welches Buch kaufe ich mir wohl beim nächsten Buchhandelsbesuch?
    Möge die seriöse Autorin die besten Verkaufszahlen haben!!

    Leserinnen können zeigen, was sie von Machenschaften wie diesen was halten.

    Welches Buch ist eigentlich früher erschienen?

    • Wäre meines nicht vorher erschienen, wäre die Streitfrage natürlich eine ganz andere. Mein Roman kam ab dem 29.05. exklusiv bei Thalia auf den Markt, dann ab dem 01.07. überall. Und das von MG am 31.07.17.
      Dazu kam im Vorfeld eine Leserunde, aber alles genau zu erklären führt an dieser Stelle zu weit.

      Und was die VK-Zahlen angeht, so ist es als Verlagsbuch mit 6,99€ schwierig, einen SP-Titel mit Anfangspreis 0,99€ zu schlagen. Selbst die späteren 2,99€ sind da noch ein Schnäppchen, was die Sache noch ärgerlicher macht.

  14. Liebe Elke,
    Das ist ja ganz furchtbar, was Du da schreibst über die Machenschaften von dieser Möchtegern-Autorin. Ich bin auf diesen Eintrag über eine Bekannte auf Facebook aufmerksam geworden. Und habe mir jetzt deswegen „Meeresblau & Mandelblüte“ als E-book gekauft. Ist nicht so billig, wie die Plagiate von der Möchtegern-Autorin, aber wo kämen wir denn hin, wenn wir solche Leute unterstützen würden.
    Ich habe übrigens 12 Positionen von ihr auf Amazon gefunden. Scheint sehr lukrativ zu sein, so zu werkeln. Schöpfen kann man das ja nicht nennen.
    Herzliche Grüße aus Wien

  15. Eine nüchterne und gut belegte Darstellung. Aus meiner Sicht: Wäre Martina Gercke eine Hobbyautorin, die einige Bücher auf Amazon verkauft und mit ihren Plagiaten zwar alle anderen für dumm zu verkaufen versucht, dann ist das ärgerlich (vor allem für betroffene Autoren). Frau Gercke verdient jedoch scheinbar einen Teil ihres Lebensunterhaltes als Autorin und hier wiegt der Fall für mich weit schwerer. Ich hoffe, dass die Folgen urheberrechtlicher Verfolgung elementar sein werden und mich wundert, warum der Name der Autorin bei den großen Verlagen nicht schon längst als Persona non Grata geführt werden. Schließlich schadet sich Random House und Co nur, wenn sie solche Personen unter Vertrag nehmen.

    Für mich persönlich ist es unfassbar, mit welcher Dreistigkeit diese Autorin arbeitet und dazu auch noch versucht, andere Leute für dumm zu verkaufen. Hier muss ein Riegel vorgeschoben werden, daher halte ich diese Veröffentlichung auch für sinnvoll.

  16. Wow! Ich bin grad wieder geflasht. Ich dachte der ganze Plagiatsmist wäre endlich mal vorbei. Aber dazu war es wahrscheinlich die letzte Zeit zu ruhig. Oder ich hab einfach nix mitbekommen. *grübl*

    Dein Artikel ist wirklich sehr sachlich und emotionslos geschrieben. Vor meinem inneren Auge sehe ich dich ganz anders. Verständlich.
    Meine Hochachtung hast du jedenfalls, dass du es hier öffentlich gemacht hast. Warum sollte es auch nicht für jeden transparent sein?

    Ganz ehrlich? Es *piep* mich an, dass es immer noch solche Fälle gibt. Für uns Blogger macht es unsere Arbeit auch nicht einfacher. Besonders wenn man beide persönlich kennt und mag. Dein Vorteil – wir kennen uns länger. 😉
    Nee, im Ernst jetzt mal. Jedes Mal wenn ich eine/n neue/n AutorIn kennenlerne, muss ich mich doch fragen: „Hat er/sie das jetzt selber geschrieben?“ Besonders wenn der/diejenige im A-Ranking so weit oben ist.
    Muss sowas sein? Kann man sich nicht selber Geschichten ausdenken ohne irgendwo abzukupfern oder zu klauen? Kann man nicht einfach Spaß an der Sache haben ohne dem ständigen „Ich muss mehr 1. Plätze haben! *lechz* Ich muss noch mehr Kohle einstreichen! *sabber* Ich muss noch berühmter als berühmt werden!“

    Fühl dich jedenfalls ganz lieb gedrückt. Und bis nächste Woche dann in real. *freu*
    Deine Bella <3

  17. Dreistigkeit kennt keine Grenzen. Ich hoffe, dass hier die Ehrliche gewinnt. Ich finde es völlig richtig, an die Öffentlichkeit zu gehen und sowohl Publikum, als auch andere Autoren darin zu bestärken, dass dreiste Plagiate geächtet werden müssen. Das ist kein Kavaliersdelikt, das ist schlicht Betrug und Diebstahl.

  18. Liebe Elke,

    ehrlich gesagt war ich sehr geschockt, als ich gesehen habe, wie die von dir genannte Autorin plötzlich wieder in den sozialen Medien und in der Öffentlichkeit auftaucht und gepusht wird, als sei nichts geschehen.

    Wie viele langjährige Blogger habe auch ich die Plagiatssache von damals nicht vergessen und als im Mai der Artikel von Ramona erschienen ist, hat sie mir aus der Seele gesprochen.

    Es tut mir sehr leid, was Dir nun widerfährt. Vielleicht hat die Sache noch etwas Gutes und verhindert am Ende, dass dieser Dame künftig keine Plattform mehr geboten wird.

    Liebe Grüße
    Daggi

  19. Wahnsinn! Und ganz ehrlich: Respekt. Ich finde es großartig, dass du da so offen drüber sprichst. Es ist kein einfaches Thema, aber in meinen Augen ist es wichtig, dass man darüber informiert. Wie du schon sagst: Dass sich manche Ideen mal ähneln, kommt vor. Das hatte Elizabeth Gilbert in „Big Magic“ auch sehr schön beschrieben gehabt. Aber Plagiate sind etwas völlig anderes. Vor allem interessant finde ich daran, dass die Autoren, die plagiieren, nicht dazu lernen. Wir kennen ja alle Namen wie Nico A. oder eben Martina Gercke, die dann zwar mal Stellung zu den Vorwürfen beziehen- aber dann kurz darauf ein neues Buch herausbringen. Wenn man keine eigenen Ideen hat, dann sollte man es sein lassen. Aber ich finde es auch bedenklich, dass die Fans solche Autoren dann weiterhin unterstützen, statt etwa das Original zu lesen. Also, um es nochmal zu sagen: Respekt an dich! Ich danke dir für diesen ehrlichen Beitrag und fände es super, wenn du uns auf dem Laufendem halten könntest, wie das weitergeht. Vielleicht wäre auch in Bezug auf das Urheberrecht eine Sammelklage interessant. Ich kann dir da etwa Herrn Hezel aus Bremen empfehlen, der auf die Thematik der Sammelklagen im Urherberrecht spezialisiert ist.

  20. Ich finde den nüchtern-sachlichen Artikel gut, weiterhin, dass solche Vorgehensweisen nicht einfach hingenommen werden.

    So, wie dargestellt, handelt es sich nicht nur um eine bloße Idee, sondern mehr. Und Gerichte prüfen sehr genau, wie man eindrucksvoll an der verlinkten Entscheidung zu „Tannöd“ sehen kann.
    https://openjur.de/u/468400.html

  21. Hallo 🙂
    ich möchte Dir für diesen Artikel großen Respekt zusprechen, denn er beweißt doch jede Menge Mut. Ich muss zugeben, dass ich keines der erwähnten Bücher kenne, weil sie einfach nicht in meinen Lesegeschmack fallen. Aber ich verfolge diesen Fall jetzt schon seit geraumer Zeit, als ich das erste Mal auf einem anderen Blog davon gelesen habe. Es erschreckt mich zutiefst, sollte all das Stimmen, wie mit anderen Autoren umgegangen wird. Gerade wenn ich lese, wie lange zum Teil Autoren an einer einzigen Geschichte schreiben, recherchieren und arbeiten.
    Ich hoffe, dass all dies irgendwann ein Ende hat und in der Szene wieder Ruhe einkehrt.
    Ganz liebe Grüße
    Jule

  22. Und ich dachte schon, MG sei inzwischen selbst „Platzhalter“ in der ……. War mir schon peinlich, dass wir einst im selben Konzern angestellt waren. Und ich hab schon Skrupel, bei mir selbst abzuschreiben, will heißen, die eine oder andere alte Idee neu zu bearbeiten. Dabei denke ich noch nicht einmal über Veröffentlichungen nach.

    • Liebe Waltraud,
      ich habe vor Veröffentlichung einen kleinen Teil herausgenommen, da die Stelle doch als leicht beleidigend angesehen werden könnte.

      Ich hoffe, das war in Ordnung.
      Herzliche Grüße, Elke Becker

      • Oh, klar – dabei hab ich mich noch sehr beherrscht. Dachte ich. Hätte fast zwei L genommen. 😉

        • Okay, jetzt musste ich lachen, da ich ja das Vorgängerwort kenne 🙂 Und ja, da bin ich ganz bei dir 🙂

  23. Liebe Elke! Auch ich kann Dir nur meinen höchsten Respekt für diesen hochinteressanten, wenn auch fassungslos machenden Artikel zollen. Ich bin selbst Autorin und weiß wie viel Arbeit, aber vor allem Herzblut man in ein Buch steckt. Dass dann tatsächlich jemand so dreist ist, einfach abzukupfern und das nach dieser Vorgeschichte, macht einen einfach nur sprachlos. Unsere Geschichten sind doch für uns Autoren wie eigene Babys und wie würde wohl eine Mutter reagieren, der man das Kind stiehlt? Deswegen noch mal: Hut ab vor Deiner Sachlichkeit, ich wäre wahrscheinlich wie ein Pulverfass hochgegangen.
    Dass MG noch derart viel Fans hat, ist für mich ein Rätsel. Ebenso, wie es sein kann, dass ihre Bücher von den großen Plattformen weiter verkauft werden. Ein bisschen überzogen könnte man das glatt als Hehlerei bezeichnen. 😉 Aber da sieht man mal wieder, wenn es um Geld geht, dann werden auch schon mal Regeln außer Kraft gesetzt, deren Einhaltung doch selbstverständlich sein sollten.
    Ich wünsche Dir für die rechtliche Auseinandersetzung viel Kraft und Durchhaltevermögen. Und MG wünsche ich, dass ihr endlich das Handwerk gelegt wird. Sie zieht die Arbeit und das Ansehen eines ganzen Berufstandes einfach so in den Dreck. Furchtbar! Ich werde auf jeden Fall verfolgen, wie es weitergeht. LG

  24. Liebe Elke,
    Oh Mann!!!! Ich habe die „Küsschen-Affäre“ damals verfolgt und mich gefragt, wie Frau Gercke es schafft, aller Peinlichkeit zum Trotz, die ganze Sache derart wegzulächeln. Ich persönlich glaube nicht, dass Schreiben ihre große Leidenschaft ist, sondern dass es mit Geltungsdrang zu tun hat. Anders kann ich mir ihre Aufritte (social media, Messe und co.) nicht erklären! Jeder andere hätte sich schon damals beschämt zurückgezogen, vielleicht einen schriftstell. Neuanfang unter Pseudonym gewagt, aber er hätte nicht einfach so weitergemacht. Abschreiben hat schon in der Schule nicht funktioniert (außer vielleicht in Mathe). Ich wünsche Dir viel Erfolg in dieser Sache!

  25. So richtig weiß ich gar nicht was ich dazu sagen soll. Ich finde es echt unmöglich wie dreist manche sein können. Wenn man gerade im ersten Buch das man veröffentlich viel von anderen Büchern hat, kann ich ein wenig nachvollziehen. Da kennt man sich wohlmöglich noch nicht aus, versucht sich erstmal so, um auch dann mal auf eigene Ideen zu kommen.
    Da aber dann so verhemnt zu leugnen, obwohl es sehr offensichtlich ist wenn man die Texte nebeneinander vergleicht, ist schon sehr dämlich. Es wäre da viel sinnvoller gewesen es sich einzugestehen dass man mist gemacht hat.
    Das dann aber nochmal zu machen, und zu denken man käme damit einfach durch.. ohne Worte..
    Das schlimme ist ja, dass es meist durch zufall erst raus kommt. Und dadurch hat man bei jedem Buch dann ein komisches Gefühl, gerade bei SP. Ich finde es schon erschreckend dass die Bücher so na aufeinander kamen.
    Bin duch Mella Dumont hierauf aufmerksam geworden, die ja schon Probleme wegen Titeln und Textstellen hatte, weswegen sie vieles erstmal schützen lässt, bevor sie was zeigt.
    Vor allem, das sit ja auch dann für die Autoren doof, die Fans auch korrektur lesen lassen. Da könnten ja auch schwarze Schafe drunter sein :/

    Aber etwas gutes hatte es 🙂 ich hab jetzt ein neues Buch auf dem Kindle zum lesen 😀

    Noch viel Erfolg 🙂

  26. Sehr geehrte Frau Becker,

    es gibt in Deutschland das Recht auf Meinungsfreiheit-das steht Ihnen selbstverständlich zu. Ich gehe davon aus, dass Sie dieses Recht auch anderen zugestehen-in diesem Fall mir-und die Größe besitzen meinen Kommentar stehen zu lassen. Ich finde durchaus, dass Sie sehr emotional reagieren-und mit Unnachgiebigkeit auf Martina Gercke einschlagen. Die Plagiatsvorwürfe von Holunderküsschen sind rechtlich schon seit vielen Jahren geklärt. Der befürchtete Schaden für alles Self-Publisher ist nicht eingetreten. Die Szene ist weiter gewachsen und wird dies auch weiter tun. Frau Gercke hat in erster Linie sich geschadet. Ein Herr von Guttenberg hat sich geschadet-mit seinem nicht rechtens verdienten Doktortitel-nicht anderen die Promotion zerstört und verbaut. Frau Gercke hat ihren Preis dafür bezahlt-und sich entschieden, weiter zu schreiben-und das mit Erfolg. Das ist schön für Sie, ihre Leser und vielleicht sogar für die gesamte Szene. Ohne Ihnen und auch Frau Gercke zu nahe zu treten-der Plot bei Liebesgeschichten ist doch durchaus ähnlich…frei nach dem Motto-ein Rosamunde Pilcher Film ist wie der andere. Würde ich mir den Handlungsablauf überlegen-es würde sicherlich Überschneidungen zu ihrem Buch geben. Sie behaupten jetzt, dass Frau Gercke von Ihnen abgeschrieben hat. Zum einen stellt sich mir die Frage, ob die erfolgreiche Frau Gercke das nötig hat. Zum anderen hat Frau Gercke Ihnen mit der Eidesstattlichen Erklärung dargelegt, dass Sie bereit ist, sich strafbar zu machen, wenn es so ist. Diese Erklärung gibt man nicht einfach so ab-diese Erklärung bindet.
    Da der Sachverhalt ja nun juristisch geklärt wird-finde ich es nur richtig Frau Gercke nicht vorzuverurteilen, ungeachtet ihrer Vergangenheit. So einige von Ihnen scheinen es ja zu wissen-oh, Sie hat es wieder getan! Im Moment steht hier Aussage gegen Aussage-und es wäre schön, wenn Sie keine Hexenjagd veranstalten würden. Das hat niemand verdient-und schadet ihrer Self-Publisher Szene….für deren Schutz, Sie sich doch so verantwortlich fühlen. Das Spiel hat doch begonnen-und in der Annahme, dass wir alle in einem Rechtsstaat leben-wird der Fall verhandelt-und dann das Urteil gesprochen. Bis dahin sollte es der Anstand gebieten, sich nicht jetzt schon ein Urteil zu erlauben.

    Herzliche Grüße, Charlotte Lorenz

    • Sehr geehrte Frau Lorenz,

      selbstverständlich gewähre ich auch Ihnen Ihre Meinung. Sie haben Ihre, ich habe meine ja bereits dargelegt, und andere Menschen haben wieder eine andere. Das ist legitim und in Ordnung. Und ich bin immer am Austausch interessiert, also steht auch einer Freischaltung Ihres Kommentars nichts im Wege.

      Auf einen Punkt möchte ich bei Ihrem Kommentar jedoch noch eingehen: Eine Eidesstattliche Versicherung ist nur dann strafbar, wenn sie wissentlich falsch vor einem Gericht abgelegt wird. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es lediglich ein leichtes Vergehen, das nicht mal relevant würde, wenn diese Aussage vor Gericht letztlich anders ausfiele.

      Zitat Charlotte Lorenz: Frau Gercke hat in erster Linie sich geschadet.
      Meine Meinung dazu: Frau Gercke hat in erster Linie den Autoren geschadet, von denen sie abgeschrieben hat.
      Zudem empfinde ich es anmaßend, die Leistung von Rosamunde Pilcher herabzusetzen.

      Herzliche Grüße, Elke Becker

  27. Frau Lorenz, im Gegensatz zu Ihnen halte ich den Artikel von Frau Becker durchaus nicht für emotional. Zudem ist er – wie Frau Becker zu Beginn des Artikels ausführt – anwaltlich geprüft. Eher ist Ihre Formulierung emotional geprägt, aus welchen Gründen auch immer.
    Ihr Vergleich mit Guttenberg hinkt ein wenig. Außer, Herr Guttenberg würde seine Doktorarbeit in abgeänderter Form gegen Geld zum Verkauf anbieten, diese als Bestseller anpreisen und damit hohe Einnahmen erzielen. Ich glaube, das ist jedoch nicht der Fall.
    Ebenso kann ich durch Ihre Erwähung von Rosamunde Pilcher und ähnlichen Plots keinen Bezug zu diesem Fall herstellen. Die Justiziare von Lübbe sowie der Medienanwalt von Frau Becker sind sicher firm in diesen Angelegenheiten.
    Auch sehe ich nicht, dass in dem Artikel von Frau Becker eine Vorverurteilung stattfindet. Allerdings werfen Sie Frau Becker vor, eine Hexenjagd zu veranstalten. Nun, es ist jedem selbst überlassen, zu kommentieren, zu teilen und seine Meinung zu sagen. Darauf hat eine Frau Becker keinen Einfluss. Zudem schreiben Sie, dass Frau Becker der Selfpublisher-Szene schadet? Das meinen Sie nicht ernst, oder?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.